Chantilly-Katze

Chantilly-Katze

Die Chantilly-Katze ist auch unter dem Namen Tiffany-Katze bekannt. Das Auffälligste an einer Chantilly oder Tiffany ist das lange schokoladenbraune Fell und die grünen oder goldfarbenen Augen. Sie gilt als liebevoll, temperamentvoll, neigt aber auch zu Eifersucht und einer gewissen „Zickigkeit“.

Chantilly-Katze – der Steckbrief

  • Felllänge: halblang
  • Fellfarbe: braun, rot, blau, lavendelfarben
  • Augenfarbe: goldgelb oder grün
  • Körpergröße: mittelgroß
  • Gewicht: 4 kg – 6 kg
  • Lebenserwartung: bis 17 Jahre

Herkunft und Geschichte

Die Chantilly-Katze wurde das erste Mal in den 1970er Jahren in Nordamerika gezüchtet. Sie entstand aus den Rassen Angora-, Somali- und Havannakatze. Es sollte eine Katzenrasse sein, die in erster Linie für die besseren Kreise gedacht war. Obwohl man sie auch als Tiffany-Katze bezeichnet, so ist sie doch mit der in Großbritannien gezüchteten Tiffany-Katze nicht identisch.

Chantilly-Katzen sind fast ausschließlich in den USA zu Hause, in Europa gibt es nur sehr wenige Exemplare dieser schönen majestätischen Rasse.

Wie sieht die Chantilly-Katze aus?

Die Chantilly ist mittelgroß und hat einen kräftigen und gut proportionierten Körper. Ihre Ohren sind buschig und haben eine abgerundete Spitze. Chantilly-Katzen haben grüne bis goldgelbe Augen.

Am auffälligsten an einer Chantilly ist das dichte buschige Fell, das ursprünglich eine schokoladen- bis dunkelbraune Farbe aufweist. Mittlerweile wurden aber auch Chantilly-Katzen mit rotem, blauem und lavendelfarbenem Fell gezüchtet. Das Hinterteil einer Chantilly ziert ein buschiger mittellanger Schwanz.

Was für ein Wesen hat die Chantilly-Katze?

Die Chantilly-Katzn gilt als intelligent, liebevoll und anhänglich. Sie wirkt jedoch auch stolz und leicht aristokratisch. Eine Chantilly ist ihrem Menschen gegenüber sehr gesellig und fordern seine ungeteilte Aufmerksamkeit – sowohl beim Spielen als auch beim Kuscheln. Bekommt sie diese nicht, neigt sie leicht zur Eifersucht. Das gilt insbesondere, wenn sie sich „ihren“ Menschen mit anderen Katzen teilen muss, deshalb ist eine Chantilly besser für eine Einzelhaltung geeignet. Sie ist lebhaft, bewegt sich gern und ist sehr temperamentvoll.

Das Temperament dieser Katze äußert sich nicht selten in einer sehr lauten und durchdringenden Stimme. Dies muss bedacht werden, da es möglicherweise zu Problemen mit Nachbarn führen kann.

Was ist bei der Haltung einer Chantilly-Katze zu beachten?

Die Chantilly ist eine Individualistin. Sie ist eine Majestät, die keine Konkurrenz duldet. Daher sollte sie am besten als Einzelkatze gehalten werden. Eventuell wird eine zweite Katze gerade eben noch geduldet, aber auf keinen Fall darf eine Chantilly-Katze eine unter vielen sein. Sollten Sie bereits eine Katze oder gar mehrere haben, ist die Anschaffung einer Chantilly nicht ratsam. Eine Chantilly-Katze liebt Freigang, da sie einen großen Bewegungsdrang hat. Sie kann aber auch ohne große Probleme in der Wohnung gehalten werden. In diesem Fall sollten ihr aber ausreichend Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten und natürlich ein großer Kratzbaum zur Verfügung stehen.

Fellpflege

Die Chantilly gehört zur Familie der Halblanghaar-Katzen und hat damit recht lange buschige Haare. Sie sollten eine solche Katze mindestens einmal pro Woche sorgfältig kämmen und lose Haare entfernen. Ansonsten kommt eine Chantilly mit ihrer Fellpflege sehr gut allein zurecht.

Ernährung

Was die Ernährung betrifft, so ist eine Chantilly-Katze unkompliziert. Sie kann mit handelsüblichem Katzenfutter ernährt werden. Besser ist jedoch hochwertiges Futter wie Biofutter oder auch rohes Fleisch.

Letzteres wird bei Katzen- und auch bei Hundehaltern immer beliebter. Und dieser Trend hat sogar einen Namen bekommen, nämlich „Biologisch artgerechtes rohes Futter“ oder abgekürzt „Barfen“. Bei dieser Form der Ernährung bekommt die Katze rohes Muskelfleisch, Innereien und andere tierische Produkte gefüttert. Geeignet sind hierfür sämtliche Sorten von Fleisch mit Ausnahme von Schweinefleisch.

Es hat sich gezeigt, dass „gebarfte“ Katzen vitaler und gesünder sind als Tiere, die herkömmliches Fertigfutter bekommen. Diese Ernährungsform verringert außerdem das Risiko von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Dies alles gilt nicht nur für Chantillys und andere Rassekatzen, sondern für alle Samtpfoten.

Noch ein Vorteil des „Barfens“: Die Tiere koten seltener und nicht ganz so geruchsintensiv. Ein Beweis dafür, dass weniger ausgeschieden und mehr verwertet wird. Und der Halter wird es zu schätzen wissen, dass er die Katzentoilette nicht so oft reinigen muss.

Katzen sind „trinkfaul“. Erähren Sie eine Katze also niemals ausschließlich mit Trockenfutter.

Bei einer solchen einseitigen Ernährung kann es leicht zu Nierenproblemen kommen. Sorgen Sie außerdem dafür, dass die Samtpfote immer ausreichend Wasser zur Verfügung hat.

Welche besonderen Krankheiten oder Gendefekte gibt es bei Chantilly-Katzen?

Es ist nichts über besondere Krankheiten oder genetische Defekte dieser Rasse bekannt. Empfehlenswert ist jedoch eine regelmäßige Vorsorge. Stellen Sie das Tier einmal jährlich Ihrem Tierarzt zu einem Check-up vor. Außerdem sollte eine Chantilly – wie alle anderen Katzen auch – gegen folgende Krankheiten geimpft werden:

Wenn Sie dies beherzigen, werden Sie lange Zeit Freude an Ihrer aristokratischen Schönheit haben. Eine Chantilly-Katze kann bis zu 17 Jahre alt werden.

Was ist bei einer Katzenallergie zu beachten?

Wer unter einer Katzenallergie leidet, wird sich wohl eher keinen Stubentiger ins Haus holen. Was aber, wenn das Tier bereits da ist, und erst nach längerer Zeit Symptome auftreten? Dies kommt öfter vor, als man meint. Wie alle anderen Katzen kann selbstverständlich auch eine Chantilly eine Allergie auslösen. Wenn Sie sich gar nicht vorstellen können, sich von ihr zu trennen, können folgende Tipps hilfreich sein:

  • Wählen Sie Sofas und Sessel aus Leder oder Kunstleder anstelle von Stoffmöbeln.
  • Wählen Sie statt eines Teppichs einen glatten Bodenbelag, also Fliesen, Parkett oder Laminat.
  • Benutzen Sie einen antiallergenen Luftreiniger.
  • Benutzen Sie einen Allergiker-Staubsauger (mit HEPA-Filter).
  • Legen Sie sich Allergiker-Matratzen und Allergiker-Bettwäsche zu.
  • Wechseln Sie die Bettwäsche einmal pro Woche.
  • Lassen Sie die Katze nicht im Bett schlafen und am besten gar nicht ins Schlafzimmer.
  • Kämmen Sie die Katze nicht und waschen Sie sich nach jedem Kontakt die Hände.

Es gibt auch Cremes, die die Beschwerden lindern können. Es handelt sich hierbei um Cremes mit hautberuhigenden Substanzen wie Dexpanthenol, Aloe Vera oder Urea. Helfen auch diese nicht, gibt es als letzte Möglichkeit die Desensibilisierung. Diese findet unter ärztlicher Aufsicht statt und funktioniert so: Dem Allergiker werden über einen Zeitraum von mehreren Monaten ständig erhöhte Dosen des Allergens verabreicht – mit dem Effekt, dass der Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz mit der Zeit immer geringere Reaktionen auslöst. Im Idealfall verschwinden die Beschwerden nach 3 bis 5 Jahren völlig.

Zusammenfassung

Chantilly-Katzen sind majestätische Schönheiten, denen dies offenbar auch sehr bewusst ist. Sie gelten als stolz und eigensinnig, gleichzeitig sind sie ihrem Halter aber sehr zugetan und ihm treu ergeben. Sie gehören zur Familie der Halblanghaarkatzen und fallen durch ihr schönes braunes, rotes oder auch bläulich glänzendes Fell auf.

Artikelbild: © Benophotography / Bigstock.com

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