Katzenseuche

Katzenseuche

Erkennen und behandeln

Für viele Katzenbesitzer stellt sich die Frage: Was ist die Katzenseuche? Eins steht außer Zweifel, sie ist gefürchtet, bei Katzen- sowie bei Hundebesitzern. Das Virus, das die Seuche auslöst, ist für Hunde als auch für Katzen gefährlich bis tödlich.

Wie wird der Parvovirus übertragen?

Durch Kot, Urin oder durch das Nasensekret der Tiere. Es genügt bereits, wenn unbeabsichtigt in ein Hundehäufchen gestiegen wurde. Der Kot klebt an den Schuhen, die Katze riecht später daran und schon ist sie infiziert. Katzen nehmen den Parvovirus in der Regel über den Mund auf. Beim Trinken, beim Fressen, bei der gegenseitigen Körperpflege der Tiere oder eben durch die Straßenschuhe.

Erkrankte Katzen geben den Parvovirus an andere Tiere weiter. Darum ist es wichtig, wenn der Verdacht auf Katzenseuche besteht, dass das Tier in Quarantäne gehalten wird und entsprechende Hygienemaßnahmen gesetzt werden. Das heißt, ist der Besitzer mit dem Virus in Berührung gekommen, müssen Hände, Kleidung und sonstige Utensilien gereinigt und desinfiziert werden. Der Parvovirus ist sehr stark und kann über ein Jahr auf Teppich, Futternapf und Schuhe weiterleben.

Wie viele Tage beträgt die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit ist die Zeit, zwischen der Infektion und dem entstehen der ersten Symptome. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis zehn Tage.

Wie kann die Katzensuche erkannt werden?

Wichtig ist es, wenn man als Besitzer merkt, die Katze ist krank, dann sollte sie genau beobachtet werden. Wenn die ersten Anzeichen der Katzenseuche (oder auch Katzenstaube) richtig gedeutet werden, besteht eine größere Chance auf Heilung für das Tier. Von diesem Virus können alle Katzen befallen werden, egal welches Alter sie haben. Dennoch wird die Katzenseuche gerade bei älteren Tieren und Jungtieren oft diagnostiziert. Am häufigsten tritt dieses Erkrankungsbild bei Katzen unter zwei Jahren auf. Auch das ungeborene Kätzchen kann bereits im Mutterleib diese Infektion aufweisen. Über den Mutterkuchen kommt es dann zur Virusbefall der Jungen. Tritt die Katzenseuche im ersten Drittel der Trächtigkeit auf, sterben die Jungtiere im Bauch der Mutter bereits ab. Tritt die Krankheit erst später auf, sind die kleinen Katzen stark geschädigt, gerade Hirnschädigungen können dann nicht ausgeschlossen werden.

Die Katzenseuche macht sich wie folgt bemerkbar: Der Stubentiger zeigt sich lustlos und teilnahmslos. Sein Zustand ist matt und niedergeschlagen. Das Tier frisst nicht mehr und wenn es Nahrung zu sich nimmt, dann erbricht es diese Nahrung wieder. Das Erbrochene kann Blut aufweisen. Diese klinischen Symptome werden meist von einem starken Durchfall begleitet. Dieser erweist sich wässrig, aber er kann auch blutig sein. Zudem kann mit einem vermehrten Nasenausfluss gerechnet werden.

Auch Fieberschübe sind im fortgeschrittenen Zustand keine Seltenheit. Die Temperatur des Tieres steigt bis auf 40 Grad an. Eine rasche Behandlung des Tierarztes kann die Katze dann noch retten. Nur ein Tierarzt kann die passende Diagnose stellen und weiß, ob die Symptome des Tieres mit den Parvovirus zusammenpassen.
Aber in der Regel ist die Diagnose eindeutig, vor allem dann, wenn die Katze nicht gegen die Katzenseuche geimpft ist. Sie zu den Jungtieren, bis 2 Jahren zählt und die Symptome auf den charakteristischen Verlauf der Krankheit passen.

Wie kann die Katzenseuche verlässlich nachgewiesen werden?

Beim Tierarzt werden entsprechende Tests veranlasst. Der Kot des Tieres wird dabei ausgetestet sowie eine Untersuchung des Blutes wird durchgeführt. Der Abbau der Leukozyten (der weißen Blutkörperchen) im Blut muss bei dieser Untersuchung klar ersichtlich sein, ein Zeichen dafür, dass die Katze vom Parvovirus befallen ist.

Auch spezielle tierärztliche Überprüfungen der Niere, der Lunge, der Milz und des Dünndarms geben Ausschluss darüber, ob das Tier die Katzensuche hat oder nicht.
Aber hat der Parvovirus bereits zugeschlagen und besteht eine Infektion mit Panleukopenie, sind die offensichtlichen Symptome nicht immer umgehend klar zu deuten und es kann der Tod des Tieres eintreten, noch bevor die Symptome der Erkrankung abgeklärt werden konnten.

Wie wird die Katzenseuche behandelt?

Die Kräfte der Katze müssen wieder aufgebaut werden. Das Tier kommt an den Tropf. Eine Infusion mit Salzlösung und Traubenzucker wird als erstes verabreicht. Um die krankmachenden Viren abzutöten wird in der Regel Antibiotika eingesetzt. Die Katze muss anhand des Breitbandantibiotikums geschützt werden. Gegen das Virus selbst können keine Medikamente verabreicht werden. Nur ein entsprechendes Anti-Parvovirus-Serum wird noch unterstützend gegen den Kampf der Viren eingesetzt. Interferon wird ebenfalls zur Behandlung der Seuche eingesetzt.

Wurde die Krankheit rechtzeitig erkannt, darf die Genesung voranschreiten. Sie wird unterstützt durch vitamin- und energiereiche Nahrung, die leicht verdaulich ist. Sehr oft werden dann auch B-Vitamin-Präparate vom Tierarzt verschrieben. Die Katze sollte dann geschützt und warm gehalten werden.

Die wichtigste Impfung für die Katze ist die Impfung gegen Katzenseuche

Alle Katzen, sollten gegen Katzenseuche, den felines Parvovirus, abgekürzt FPV, geimpft werden. Auch Wohnungskatzen sollte ein derartiger Impfschutz zuteil werden, da auch sie vom Parvovirus nicht verschont bleiben.

Wenn die Katze eine Grundimmunisierung erhalten hat, ist sie in der Regel ein Leben lang vor diesem Virus geschützt.

Wann sollte die Impfung gegen die Katzenseuche verabreicht werden?

Mit der Grundimmunisierung beginnt man ab dem 16. Lebensmonat des Tieres.

Die persönliche Abwehr wird gebildet, wenn die Katzenbabys die Muttermilch aufnehmen. Aber wenn die Katzenkinder älter werden, verliert die persönliche Abwehr die selbst aufgebaute Schutzwirkung und die Abwehrstoffe gegen das Parvovirus müssen durch eine entsprechende Impfung zugeführt werden.

Zusammenfassung

Bei der Katzenseuche handelt es sich um eine Viruserkrankung beim Tier. Der Parvovirus tritt vor allem bei jungen Katzen im ländlichen Raum auf. Das liegt daran, dass hier eine große Anzahl der Tiere nicht geimpft ist. Der Krankheitsverlauf beginnt mit der Lustlosigkeit des Tieres, gefolgt von Erbrechen mit Blut, Durchfall mit Blut oder Wasser und hohem Fieber. Dieser Parvovirus ist für Katzen sehr gefährlich, zum einen weil er hoch ansteckend ist, zum anderen weil er sich als sehr widerstandfähig erweist. Bis zu einem Jahr können Decken, Schuhe und Diverses verseucht und somit infektiös bleiben. Die Tiere stecken sich gegenseitig an, durch Kot, Urin oder den Nasenausfluss. Der Besitzer gilt nicht als Überträger der Krankheit und kann sich auch nicht anstecken. Wer seine Katze gegen die Katzenseuche ausreichend schützen möchte, der muss sie impfen lassen.

Artikelbild: © Yastremska / Bigstock.com

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