Ocicat

Ocicat

Herkunft

Die Entstehungsgeschichte der Ocicat-Katze ist mit ihrem Beginn um 1974 relativ jung. Entstanden ist die Katzenrasse eher zufällig, als ein Siamkater mit einer Absessinierkatze gekreuzt wurde. Anerkannt wurde die Ocicat als eigenständige Katzenrasse erst in den späten 80’er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Mit ihrer zunehmenden Popularität in US-amerikanischen Familienhaushalten, wurde diese neue Gattung auch wahlweise mit der American Shorthair gekreuzt. Gezüchtet wurde die Katze erstmalig durch Virginia Daly. Dies war der Beginn der Ocicat, wie sie heutzutage in vielen amerikanischen Haushalten vorzufinden ist. Ihre globale Population ist noch geringfügig ausgeprägt. In europäischen Haushalten ist die Ocicat eher selten vorzufinden.

Aussehen

Eine der auffälligsten Merkmale der Katzenrasse ist ihre Fellfarbe. Ihre Ausprägung ist sehr variabel und reicht von den Grundfarben: Braun, Schokolade, Zimt, Blau, Fliederfarben über Schwarz, Rehbraun und unterschiedliche Silbervarianten. Das Muster ähnelt einem Tiger und ist mal mit und mal ohne Silberung anzutreffen.

Mit einer kurzen Felllänge und einem durchschnittlichen Gewicht von 4 bis 5 Kilo (Kater bis 7 Kilo), kann diese Rasse als mittelgroß bis groß eingestuft werden. Ihre Schulterhöhe reicht bis zu circa 45 Zentimeter. Was die Ocicat-Katze von allen anderen Katzen differenziert, ist ihre wildkatzenähnliche Optik.

Mit einer Mischung aus wildem Aussehen und einem zahmen Hauskatzencharakter, wirkt sie mit ihrem dichten Fell und gut erkennbaren Muster freundlich und aufgeweckt. Der Kopf ist nahezu keilförmig und zeichnet sich durch eine breite und gerade Schnauze aus, die in einigen Fällen auch keilförmig sein kann. Das Kinn zeichnet starke Züge, wobei die Wangen stark ausgebaut sind. Das Hörorgan ist wie der gesamte Korpus mittelgroß, die Spitze ist leicht abgerundet und mit ihren Haarpinseln auf Hab-Acht gestellt. Der lange und zugleich schlanke Schwanz, der sich häufig durch eine dunkle Spitze kennzeichnet, trägt darüber hinaus zu den entscheidenden optischen Merkmalen der Ocicat bei. Ihre Statur ist einmalig, da sie an ihrem Rücken ein regelmäßiges Muster mit großen und dunklen Tupfen aufweist.

Die weit auseinanderstehenden mandelförmigen Katzenaugen wirken groß und schräg stehend, aber dennoch freundlich. Ebenso wie der Schwanz können die Beine auch beringt sein. Wie bei vielen anderen Katzenrassen sind diese mit ihrer mittleren Länge muskulös und kraftvoll ausgeprägt. Die festen Zehen geben den Pfoten ein kräftiges und kompaktes Erscheinungsbild. Das Fell ist typischerweise mit daumenabdruckgroßen Flecken übersäht.

Verglichen mit der ägyptischen Mau liegen sie jedoch weit auseinander und unterscheiden sich dennoch gut von ihrer Grundfarbe. Die Besitzer dieser Katzenrasse sind trotz ihres starken Körperbaus von ihrer grazilen und dennoch geschmeidigen Art begeistert. In ihrem Gang imponiert die Ocicat-Katze mit ihrem seidig glänzenden sowie dick und festbehafteten Fell. Mit ihrem horizontal liegenden Rücken sind die Hinterbeine leicht erhöht.

Charakter

In ihrem Alltag strahlt diese Art von Katzenrasse einen starken, unerschrockenen und sogar temperamentvollen Charakter aus. Die Lautstärke hält sich dabei weitestgehend in Grenzen. Sie ist mutig und stark und passt daher mit ihrem hohen sowie geselligen Aktivitätsdrang perfekt in jede Großfamilie, wo sie viel Platz zum Herumtollen hat.

Ocicats werden deswegen als Stubentiger angesehen, weil sie schon mal überrascht hohe Sprünge zurücklegen können. Mit ihren stark ausgeprägten Jäger- und Kletterinstinkten machen sie sogar vor Wasser nicht halt. Wer sich noch einen Hund zulegen möchte oder sogar schon einen besitzt, muss sich hier keine Sorgen machen, denn auch hierbei zeigen die kleinen Vierbeiner keine falsche Scheu. Es ist also durchaus möglich, dass sich eine Ocicat mit anderen Haustieren anfreundet. Zu Feindschaften kommt es dabei eher selten.

Sie sind optimal für Familien geeignet, die sich eine Katze zulegen wollen, da sie sehr soziale Wesen sind und mit ihrer zutraulichen und freundlichen Art regelmäßig ihre Streicheleinheiten brauchen. Wenn es der Ocicat-Katze zu langweilig wird, ist sie auch mal zu Streichen aufgelegt oder lässt sich neue kleine Kunststücke einfallen. So wird es in ihrer Familie nie langweilig, da eine Ocicat stets Kontakt zu ihren Besitzern sucht.

Ihr Bedürfnis nach Streichelein kann nie gestillt werden. Daher ist es kein Problem, wenn sie Besucher haben, die gern ihr neues Haustier streicheln möchten. Allerdings ist die Ocicat-Katze ein kontaktfreudiges und extrovertiertes Wesen. Daher ist es nicht falsch, eine zweite Katze zu besitzen, mit der sich die Ocicat anfreunden kann. Ihre neue Katze braucht Leben um sich herum. Daher wären Aufmerksamkeiten in Badewannen oder Planschbecken niemals verkehrt.

Haltung

Der Haltungsaufwand hält sich in Grenzen, was die Pflege als auch den zeitlichen Aufwand betrifft. Diese Art von Katzenrasse zeigt ein hohes Maß an treuer Ergebenheit zu ihrem Halter. Beispielsweise hört sie auf ihren Namen, kann an der Leine geführt werden und ist darüber hinaus in der Lage verschiedene Kunststücke zu erlernen.

Das Fell gilt als pflegeleicht, da es bereits ausreicht, alle alten Haare einmal wöchentlich mit einer weichen Bürste zu entfernen. Durch ihre große Statur braucht sie schon durchschnittlich mehr Nahrung als eine herkömmliche Katze. Die Innenhaltung erweist sich als herausfordernd, wenn die Wohnung keine ausreichende Größe aufweist. Durch ihren hohen Aktivitätsdrang wäre es optimal, wenn die Besitzer über einen Garten verfügen.

Ein geschützter Freigang und Freilaufhaltung wären hier genau das Richtige. Eine gute langfristige Lösung wäre hierbei, ihrem neuen Spielkompanen ein Haus oder zumindest eine große Wohnung zur Verfügung zu stellen. Auch mit einem Freigehege oder einem abgesicherten Balkon kann sich ihre neue Ocicat-Katze sicherlich himmlisch vergnügen.

Gesundheit

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Katzenrasse beträgt 17 Jahre. Die Krankheitsanfälligkeit ist, durch ihre stabile Gesundheit, nur mäßig vorhanden. Eine Erkrankung an Infektionen ist jedoch, wie bei jedem Haustier, nicht auszuschließen. Ein jährlicher Impfschutz gegen Schnupfen und anderen Seuchen sind hier vollkommen ausreichend. Wenn Sie sich dazu entscheiden, ihrer Ocikatze Freilauf zu gewähren, wäre es nicht verkehrt, sie durch eine Impfung vor Leukämie und Tollwut zu schützen.

Zusammenfassung

Stellen Sie sich darauf ein, dass ihr neue Ocicat viel herumtollen wird, in Pfützen springt und sich mit Hunden anfreundet. Wenn Sie sich überlegen, eine Ocicat in Ihren Haushalt zu holen, dann am Besten im Doppelpack. Stellen Sie sich auf viel Abwechslung und Kuscheleinheiten mit ihrem neuen Haushaltszuwachs ein.

Artikelbild: © kenez / Bigstock.com

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.