Siamkatze

Siamkatze

Herkunft

Forscher gehen davon aus, dass die Siamkatze ursprünglich im südostasiatischen Raum beheimatet war. Ob in der Vergangenheit gezielte Zuchtversuche unternommen wurden, oder ob die Siamkatze eher zufällig entstand, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Eine in breiten Kreisen verbreitete Hypothese lautet jedoch, dass arabische und indische Seefahrer Hauskatzen aus dem Mittelmeerraum in die südostasiatischen Länder brachten, wo sich diese mit den einheimischen Katzen paarten und dadurch entstand schließlich die uns heute bekannte Siamkatze.

Erst um 1870 kamen die ersten Siamkatzen nach Europa und in die Vereinigten Staaten von Amerika. Da sich die Katzenrasse jedoch nicht an die klimatischen Umstände anpassen konnte, machten sich vermehrt Todesfälle breit. Anschließend wurde ein Zuchtprogramm aufgenommen, um die Siamkatzen auch im europäischen Raum domestizieren zu können. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten die ersten erfolgreichen Kreuzungen, was dazu führte, dass die uns heute bekannte Siamkatze sich immer häufiger in Europa verbreitete.

Aussehen

Die Siamkatze zeichnet sich insbesondere durch einen schlanken, grazilen und vor allem anmutigen Körper aus. Besonders auffällig sind dabei die langen und zugleich schmalen Beine, die der Siamkatze zum bekannten grazilen Erscheinungsbild verhelfen. Das Fell der Katzenrasse ist für gewöhnlich glatt und dicht anliegend.

Durchschnittlich erreicht die Siamkatze ein Gewicht zwischen 3,0 und 5,0kg, wobei die Kater für gewöhnlich immer etwas schwerer sind. Ein weiteres besonderes Merkmal der Katze sind die blauen Augen und die meist schwarze Pointierung an Schwanz, Ohren, Gesicht, Kopf und Pfoten.

Auffällig ist zudem, dass die Hinterbeine oftmals länger als die Vorderbeine sind. Dieser Umstand trägt ebenfalls zum anmutigen Erscheinungsbild der Katzenrasse bei. Die schwarz pointierten Pfoten sind eher klein und oval. Der Schwanz ist im Verhältnis zum restlichen Körper ungewöhnlich lang und läuft zum Ende hin spitz zu.

Der Kopf der Siamkatze ist eher keilförmig und in einigen Fällen sogar ziemlich rund. Die Augen der Katzenrasse sind mandelförmig, wachsam und wirken stets interessiert. Die Nase erscheint ziemlich lang, da das Kinn der Katze kaum hervorsticht.

Charakter

Siamkatzen zeichnen sich durch ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten aus. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass eine Siamkatze in der Regel 4 bis 6 Kitten wirft und diese dann bereits früh lernen, wie Gruppendynamiken funktionieren. Das Sozialverhalten der Katzen äußert sich insbesondere in ständigen Jagd- und Fangspielen.

Diese Verhaltensweise überträgt die Siamkatze auch auf Ihren Besitzer. In diesem sieht die Katze nicht nur das nächst höhere Säugetier in der Hierarchie, sondern auch einen netten Spielkameraden. Aufgrund des stark ausgeprägten Sozialverhaltens ist die Siamkatze daher sehr menschenbezogen.

Darüber hinaus verfügt die Siamkatze über eine ausgeprägte Intelligenz. Teilweise kann die Katze sogar Befehle lernen. Weiterhin ist die Katzenrasse sehr kommunikativ. Mit ihrer äußerst lauten Stimme macht Sie regelmäßig auf sich aufmerksam und sucht dabei den Kontakt zu seinem Besitzer.

Haltung

Wie bereits erwähnt, verfügt die Siamkatze über ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten. Aus diesem Grund sollten Besitzer eine Siam nie als Einzelkatze halten. Ist die Katze nämlich oft alleine, kann sie an Depressionen erkranken. Aus diesem Grund sollten sich Besitzer für einen Spielkameraden entscheiden. Im besten Fall eine weitere Siamkatze.

Da die Siamkatze sehr menschenbezogen ist und ständig den Kontakt zu ihrem Besitzer sucht, sollten diese täglich genügend Zeit einräumen, um mit der Siamkatze zu spielen. Kinder, die ihre Zeit der Katze widmen können, sind daher im Haushalt sehr gerne gesehen.

Weiterhin ist die Siamkatze sehr neugierig und erkundet gerne ihre Umgebung. Besitzer, die über einen Balkon oder Garten verfügen, sollten diesen ordnungsgemäß absichern, damit die Katze nicht unerwartet ausbuchst. Es ist darüber hinaus sinnvoll, die Katze zu chippen, da sich die Siamkatze hin und wieder sehr weit von dem eigenen Haus entfernen kann.

Da die Katzenrasse aber auch sehr gelehrig ist, lassen sich einige Siamkatzen auch an der Leine führen. Auf diese Weise können Besitzer zusammen mit der Katze die Gegend erkunden, ohne Gefahr zu laufen, dass die Katze ausbuchst oder nicht mehr den Weg nach Hause findet.

Gesundheit

Neben den herkömmlichen Krankheiten, kann die Siamkatze auch von unterschiedlichen Gendefekten befallen sein. Darunter dem sogenannten Knickschwanz. Dabei ist der Schwanz der Siamkatze an einer oder mehreren Stellen eingeknickt. Aufgrund guter Zuchtprogramme ist dieser Gendefekt mittlerweile sehr selten.

Ein weiterer Gendefekt bei Siamkatzen ist der sogenannte Hydrocephalus. Dieser wird auch Wasserkopf genannt. Leidet eine Siamkatze unter diesem Gendefekt ist ein früher Tod bereits vorprogrammiert. Aus diesem Grund sollten angehende Siambesitzer immer darauf achten, dass sie sich für einen renommierten Züchter entscheiden, der bereits seit mehreren Generationen Siamkatzen ohne Genfehler züchtet.

Ungeachtet der zwei genannten Genfehler, erfreut sich die Siamkatze einer guten Gesundheit. Bei guter Haltung kann die Katze ein mittelhohes Alter von 12 bis 13 Jahren erreichen.

Fazit

Bei der Siamkatze handelt es sich um eine optisch ansprechende, hochintelligente und lebenslustige Katzenrasse. Sie ist insbesondere für Menschen geeignet, die viel Zeit in ihr Haustier investieren und eine enge Beziehung zu diesem führen möchten.

Da die Siamkatze ein sehr geselliges Tier ist und ständig nach Aufmerksamkeit buhlt, ist es ratsam, wenn sich Besitzer ein zusätzliches Haustier anschaffen. Das ist vor allem deshalb wichtig, da die Siamkatze unter Umständen an Depressionen erkranken kann, wenn man ihr nicht genügend Aufmerksamkeit entgegenbringt.

Besitzer, die jedoch selbst sehr aktiv sind, werden kein besser Haustier als die Siamkatze finden. Mit einer Siamkatze ist jederzeit für Action gesorgt. Am Abend ist die Siamkatze jedoch sehr schmusebedürftig und kriecht dabei gerne in das Bett seines Besitzers.

Artikelbild: Poravute Siriphiroon / Bigstock.com

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