Katzen-Barfen

Katzen-Barfen

Wie füttert der Katzenliebhaber sein Tier? In der Regel wird eine Dose geöffnet, in der sich zarte Fleischstückchen befinden, die sich die Katze dann schmecken lässt. Auch Trockenfutter wird gerne dazu gegeben. Als Alternative dazu bietet sich das Katzen-Barfen an. Barfen für Hunde ist nicht wirklich etwas Ungewöhnliches, viele Hundebesitzer kennen bereits diese Art der Fütterung. Diese Fütterungsmethode ist nicht nur den Hundehaltern vorbehalten, denn auch Katzenhalter können ihr Tier barfen.

Was ist eigentlich das Katzen-Barfen?

Der Ausdruck Barf kommt aus Amerika. Die Bezeichnung steht für Bones And Raw Foods. In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet das: Knochen und rohes Futter. Grundsätzlich wird für das Barfen der Grundbegriff: „biologisch artgerechte Rohfütterung“ gebraucht. In der Regel wird beim Barfen das natürliche Fressverhalten der Katze nachgeahmt.

Was wird beim Katzen-Barfen vorrangig verwendet?

Einen großen Anteil macht das Muskelfleisch aus, das mit Innereien und Fett vermischt wird. Auch Knochen dürfen beim Barfen vorzufinden sein und wichtige Ballaststoffe in Form von Gemüse dürfen nicht fehlen. Beim Katzen-Barfen wird besonderer Wert darauf gelegt, die Nährwerte der einzelnen Bestandteile hoch zu halten, um die ausgewogene Ernährung des Tieres zu decken.
Das Rohfutter besteht zu 80 % aus Fleisch (zum Beispiel: Magen, Herz und sonstiges Fleisch), zu 10 % aus Innereien(zum Beispiel: Niere, Milz, Leber und Lunge) plus zu 10 % aus Knochen. Der Fettgehalt beim Barfen sollte sich auf ungefähr 10 bis 15 % beschränken.
Eine weitere Art des Barfens stützt sich auf die Fütterung von ganzen rohen Beutetieren. Die toten Futtertiere werden an die Katze verfüttert. Diese Variante wird aber seltener umgesetzt.
Eins ist sichergestellt, die Trocken- oder Nassfütterung des Tieres ist bei weitem nicht so umfangreich zusammengestellt, wie die Rohfütterung. Beim Barfen kann der Besitzer selbst bestimmen, was genau im Katzenfutter enthalten ist.

Weitere wichtige Vorteile des Katzen-Barfens

  1. Diese Art der Fütterung hält Zähne und Zahnfleisch des Tieres gesund.
  2. Das Tier baut anhand der Rohfütterung mehr Muskelmasse auf und das Fell erhält nach kurzer Zeit einen seidig schönen Glanz.
  3. Auch übergewichtige Katzen können anhand des Barfens wieder gut zu ihrem Idealgewicht zurückfinden.
  4. Der Kot von gebarften Katzen riecht nicht mehr unangenehm.

Wer sollte sein Tier barfen?

Katzen-Barfen ist grundsätzlich für jede Katze gut geeignet. Egal ob Katze, oder Kater. Egal, ob es sich um ein älteres Tier oder ob es sich um eine Jungkatze handelt. Alle Katzen bis zu einem Alter von einem Jahr lassen ihren Speiseplan ohne jegliche Probleme auf Rohfütterung umstellen. Ab einem Jahr wird es etwas schwieriger. Ab einem Alter von vier Jahren wird die Umstellung noch schwieriger. Je älter die Katze ist, umso schwieriger gestaltet sich das Umstellung von Dosenfutter auf Rohfütterung.
Beim Katzen-Barfen wird auf die ursprüngliche Nahrung der Katze zurückgegriffen, das heißt, wichtig ist es, wie sie sich einst in der freien Natur ernährt hat.

Eine Katze benötigt auf ihrem Speiseplan 97 % Frischfleisch und nur 3 % an Kohlehydraten oder sonstigen Zusätzen. Das heißt, das Tier muss 97 % Fleisch zu sich nehmen, damit es ausgewogen ernährt ist.

Welches Futtermittel kann eine derart große Menge Fleisch abdecken?

Im Trockenfutterbereich kann kein Produkt gefunden werden, das einen so hohen Fleischanteil hat. Auch im Bereich des Nassfutters ist es sehr schwierig, einen so hohen Fleischanteil abzudecken. Wenn der Katzenbesitzer darauf achtet, was seine Katze wirklich braucht, damit sie ausgewogen ernährt wird, der stützt sich auf das legendäre Barfen.

Wer sein Tier barft, hat einen sehr großen Einfluss auf die Ernährung seiner Katze. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Gesundheit des Tieres aus. So sind viele Katzenhalter auf der Suche nach einer Fütterung, die der ursprünglichen Ernährung der Katze entspricht. Deshalb kann das Barfen als Fütterung nur empfohlen werden, speziell auch dann, wenn ein Tier krank ist. Gerade bei allergischen Katzen ist das Barfen angesagt. Da Futtermittel-Allergien jeglicher Art stark im Kommen sind, bietet sich die Rohfütterung an. Wichtig ist es, mit der richtigen Fleischsorte zu beginnen. Es sollte eine Fleischsorte sein, die der Katze schmeckt.

Bei Katzen mit Allergien sollte vorab beachtet werden, welche Arten des Fleisches verträgt sie gut, welche nicht so gut. Eine Katze, die gesund ist, kann Rindfleisch, Lamm, Kaninchen, Geflügel, etc. fressen. Die Fleischauswahl ist bei gesunden Tieren sehr groß. Alle Fleischarten, die angeboten werden und die die Katze auch mag, bieten sich zum Barfen an. Der Katzenhalter darf sich beim Katzen-Barfen an der legendären Maus orientieren. In einer kleinen Maus ist alles vorhanden, was eine Katze für die Ernährung braucht.

Welches Fleisch ist für das Katzen-Barfen geeignet?

Grundsätzlich ist jedes Fleisch dafür geeignet. Natürlich spielt die Qualität des Fleisches eine entscheidende Rolle. Dafür sollte wirklich hochwertiges Fleisch verwendet werden. Gerne kann auf Bio-Fleisch zurückgegriffen werden. Es gibt bereits Futtermittelhändler, die Fleisch zum Barfen für die Katze herstellen. Diese Zusammenstellung ist genau dosiert, mit den passenden Fleischanteilen und den entsprechenden Mineralien. Das Fleisch zum Katzen-Barfen wird dann auch gewürzt, mit den richtigen Kräuterzusätzen, damit sich das Tier auf seine Fütterung freuen kann.

Wie teuer kommt das Katzen-Barfen?

Wenn die Fütterung mit Rohfleisch mit der Dosenfütterung verglichen wird, wie teuer kommt dann das Barfen? Wer seine Katze mit qualitativ hochwertigem Dosenfutter füttert, der bezahlt seinen Preis und genauso kostet das Fleisch beim Barfen etwas. Der Preis ob Dosenfutter oder Barfen bleibt grundsätzlich gleich. Die Rohfütterung ist auf keinen Fall teurer als die Dosenfütterung. Nur der Aufwand der Fütterung ist für den Halter größer.

Was gilt es beim Katzen-Barfen zu beachten?

Entweder der Katzenbesitzer entscheidet sich für das Barfen, also für die Rohfütterung, oder er bevorzugt handelsübliches Futter in Form von Trocken- und Nassfutter. Dosenfutter, das bereits gekocht wurde und Rohfutter sollten nie gemeinsam an das Tier verfüttert werden. Sonst kommt der Magen- und Darmtrakt der Katze durcheinander. Das verträgt die Katze nicht. Den Speiseplan kann der Katzenhalter auch teilen. Das heißt, bei der Morgenfütterung bekommt das Tier das handelsübliche Futter und bei der Abendfütterung wird dann gebarft. Im Laufe des Tages sollte aber keine weitere Fütterung erfolgen, denn wenn das gekochte und ungekochte Fleisch in den Magen- und Darmtrakt kommt, kommt das ganze Verdauungssystem der Katze durcheinander. Wer handelsübliches Futter und Rohfutter verabreicht, sollte darauf achten, dass zwischen den einzelnen Fütterungen genügend Zeitabstand eingehalten wird. Fünf Stunden oder mehr sind empfehlenswert.

Wer sein Tier barft, der muss zusätzlich darauf achten, dass es mit ausreichend Kohlehydraten und Vitaminen versorgt wird. Denn die Katze braucht Vitamine und Kohlehydraten in ganz bestimmten Mengen. Beim handelsüblichen Fertigfutter ist bereits sichergestellt, dass das Tier die wichtigen Zusatzstoffe durch das Futter aufnimmt und es müssen keine Präparate extra verabreicht werden. Dennoch sollten die Halter immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe des Futters werfen, denn nur durch das Barfen weiß der Besitzer, was er seinem Tier tatsächlich verabreicht.

Wer soll sich für das Katzen-Barfen entscheiden?

Diese Entscheidung muss jeder Katzenhalter für sich und sein Tier treffen. Wichtig ist nur, dass sich die Halter mit dem Thema Katzen-Barfen entsprechend beschäftigen, um es dann gut umsetzen zu können. Entscheidend ist es zudem, dass die einzelnen Fleischsorten immer wieder gewechselt werden, denn jede Fleischsorte hat eine andere Zusammensetzung, von Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb ist ein regelmäßiger Wechsel der einzelnen Fleischsorten ein unbedingtes Must-Have. Es müssen der Katze entsprechende Vitamine extra zugeführt werden, die wichtigsten Vitamine sind A, B, E. Ein kleiner Gemüseanteil darf bei der Fütterung auch nicht fehlen, das sind diese minimalen 3 % Futteranteil. Taurin ist auch ganz wichtig bei der Fütterung der Katze. Es werden bereits entsprechend Seminare für Katzenhalter angeboten, die sie mit dieser modernen Fütterung vertraut machen.

Zusammenfassung

Hunde- und auch Katzenfutter erleben einen Wandel. Es wird nicht mehr so oft zur Dose gegriffen, sondern das Futter für das Tier wird selbst anhand von rohem Fleisch, Innereien und Knochen zusammengestellt. Die Futterumstellung von Nass—und Trockenfutter auf Rohfütterung funktioniert in der Regel sehr gut. Vor allem dann, wenn der Katzenhalter die Vorlieben seines Tieres kennt, denn grundsätzlich können alle Fleischteile an die Katze verfüttert werden. Barf so heißt die neue Form des Fütterns. Bones And Raw Foods (übersetzt Knochen und rohes Futter) ist stark im Kommen, um der artgerechten und gesunden Fütterung des Tieres gerecht zu werden.

Artikelbild: © Zuzule / Bigstock.com

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