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Katze niest

Hatschi! Wenn die Katze niest, rechnen ihre Besitzer mit dem Schlimmsten. Sie gehen automatisch von einer Erkältung aus, dabei kann das Niesen bei Samtpfoten verschiedene Gründe haben.

Die Nase einer Katze ist ein außergewöhnliches Organ. Jeder Nasenabdruck ist einzigartig, so wie es bei uns Menschen der Fingerabdruck ist. Die Nase einer Katze besitzt etwa 60 Millionen Riechzellen. Dadurch kann das Tier dreimal besser riechen als Menschen. Interessant ist auch die Tatsache, dass einige Rassen wie die Perserkatze aus neuronalen Stammzellen lebenslang ihre Riechzellen neu bilden können[1]. Da ihre Nase relativ empfindlich ist, niest eine Katze auch relativ schnell. Nicht immer ist gleich eine Erkältung die Ursache, sondern etwas Banales wie ein Fussel im Näschen.

Die Katze und ihr Geruchsrepertoire

In den ersten Wochen ihres Lebens hat die Katze eine besser ausgebildete Nase als wir Menschen – und das, obwohl ihre Augen und Ohren noch geschlossen sind. Das ist für die Miezen lebenswichtig, denn sie orientiert sich an dem Geruch, um den Weg zur Zitze zu finden.

Es ist von großer Wichtigkeit, dass Katzen in ihrer Jugend unterschiedliche Gerüche erlernen. Je mehr Gerüche sie in ihr Repertoire aufnehmen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später verunsichert sind und sie zum Niesen bringt. Verunsicherte Katzen haben den Drang, neue Dinge mit Harn zu markieren. Sollte Ihre Katze dieses Verhalten aufweisen, ist das Niesen nichts Besorgniserregendes. Sie hat womöglich nur einen neuen Geruch kennengelernt.

Hausstaub: Die Nase juckt, die Katze niest

Hausstaub ist ein Problem, welches nicht nur Menschen belästigt. Auch Katzen – insbesondere Stubentiger – sind von den umherfliegenden Partikeln ganz und gar nicht entzückt. Sobald das Gerät eingeschaltet wird, wirbelt Staub auf. Da die Partikel extrem fein sind, fallen sie uns nicht auf, es sei denn, wir sind Allergiker. Miezen und ihr feines Riechorgan haben mit Staub ihre Probleme. Sie beginnen, zu niesen, bis das Herrchen mit dem Staubsaugen aufhört. Auch die Gerüche, die sich im Staubsauger sammeln, können ein Auslöser für das Niesen der Feline sein.

Ein weiterer Faktor, der Katzen zum Niesen bringt, ist trockene Luft in der Wohnung. Mit diesem Problem kämpfen Menschen insbesondere im Winter, wenn die Heizperiode beginnt. Durch die Heizkörper trocknen die Luft in der Wohnung sowie die Schleimhäute aus. Katzen versuchen, durch die Produktion von Feuchtigkeit zu kompensieren, wodurch sie niesen können. Laut dem Vorstand des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, Dr. Norbert Mülleneisen, sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Bei größeren Werten besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Frische Luft beseitigt die Trockenheit. Wichtig ist, dass Katzenbesitzer regelmäßig Stoßlüften. Speziell im Winter kann es sinnvoll sein, Wasserdepots an die Heizung zu hängen, damit sie während der Abwesenheit die Luft befeuchten.

3 weitere Dinge, die die Katze zum Niesen bringt

Häufig sind es Produkte im Haus, die den Niesreiz bei der Katze auslösen. Eliminiert man die Quellen, hört das Niesen auf. Drei typische Dinge sind:

  1. Reiniger: Eine saubere Wohnung ist die Basis einer gesunden Familie und Katze. So schön einige Reiniger auch duften mögen, so schädlich können sie für Menschen und Tiere sein. Katzenbesitzer müssen bedenken, dass ihre Miezen jeden Geruch verstärkt riechen. Deshalb ist auf stark duftende Reiniger zu verzichten.
  2. Katzentoilette: Eine regelmäßig gereinigte Katzentoilette ist für Menschen praktisch geruchsneutral. Es gibt Katzenhalter, die sich nicht nur für die Gesundheit des Tieres interessieren, sondern auch den Komfort. Damit die Katze in einer schön riechenden Umgebung ihr Geschäft verrichten kann, verwenden sie duftenden Katzenstreu und Deos. Diese Gerüche belasten die Nase der Katze unnötig und sorgen dafür, dass sie die Toilette eventuell gar nicht mehr benutzt.
  3. Weichspüler: Frisch gewaschene Wäsche ist für Katzen ein ungewohnter Geruch, der sie verunsichert. Häufig urinieren sie auf frisch gewaschene Wäsche, weil sie auf den Weichspüler reagieren. Es ist besser, auf Weichspüler zu verzichten – der Katze und Ihrer Gesundheit zu liebe.

Abseits dieser drei Dinge, die Katzen zum Niesen bringen, gibt es viele weitere Gerüche, die Ursachen sein können. Generell gilt: Gehen Sie sparsam mit Parfüms, Raumdüften und anderen Gerüchen um.

Das Niesen bei Miezen behandeln

Die simpelste Möglichkeit, das Niesen bei Miezen zu behandeln, ist die Entfernung der Reizquellen. Welche das sind, haben wir zuvor beschrieben. Generell empfehlen wir, für Sauberkeit im Haus zu sorgen. Katzen haben empfindliche Nasen, die durch neue Gerüchte, aber auch Schmutz schnell gereizt werden.

In einigen wenigen Fällen kann es vorkommen, dass die Katze eine Allergie entwickelt. Sollten Sie eine Allergie verdächtigen, ist umgehend der Tierarzt aufzusuchen. Dieser prüft, welche Unverträglichkeit vorliegt und wie sie zu behandelnd ist. In den meisten Fällen muss die Katze Medikamente einnehmen.

Katzenschnupfen: Wenn das Niesen einen ernsthaften Grund hat

Wenn keine Allergie vorliegt und die Katze auch nicht von Gerüchten belästigt wird, müssen Tierfreunde bedenken, dass ein Katzenschnupfen vorliegen könnte. Im Gegensatz zum Schnupfen bei Menschen – also einer Schleimhautentzündung – der sich im Regelfall mit einer verstopften Nase und tränenden Augen präsentiert, ist er bei Katzen anders. Katzen können auch unter einem normalen, ungefährlichen Schnupfen leiden. Katzenschnupfen hingegen ist eine lebensgefährliche Erkrankung.

In den meisten Fällen sind Viren die Ursache für den Katzenschnupfen. Es gibt aber auch andere Erreger, die für die Krankheit verantwortlich sein können. Werden die oberen Atemwege des Tieres mit den Erregern infiziert, entstehen milde bis schwere Symptome. Letztere können sogar zum Tod der Katze führen.

Gefährdet sind folgende Katzen:

  • ungeimpfte Jungtiere
  • Freigänger
  • Katzen, die an anderen Grundkrankheiten leiden

Katzenschnupfen ist für Menschen harmlos, da die Krankheit nicht übertragbar ist.

Die Erkrankung erfolgt nicht zwingend durch Artgenossen. Auch Kleidung oder Gegenstände, die ein infiziertes Tier berührt hat, können die eigene Katze anstecken.

Die Symptome sind Folgende:

  • wässriger Nasen- und Augenfluss
  • Augen- und Nasenfluss wird später schleimig
  • Katze atmet durch den Mund
  • Tier hat Schluckbeschwerden
  • reduzierte Nahrungsaufnahme

Sollten die oben genannten Symptome zu bemerken sein, müssen Katzenbesitzer sofort den Tierarzt aufsuchen. In schlimmen Fällen bilden sich bei den Tieren Geschwüre an den Augen oder der Zunge. Damit es gar nicht erst so weit kommt, hilft eine regelmäßige Impfung. Jungtiere werden in der achten, zwölften sowie sechzehnten Woche geimpft. Anschließend folgt eine jährliche Impfung.

Zusammenfassung

Wenn eine Katze niest, kann es verschiedene Ursachen geben. In vielen Fällen wurde die empfindliche Nase der Mieze gereizt. Nicht so harmlos ist der Katzenschnupfen, der eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt erfordert, damit keine langfristigen Schäden entstehen.


  1. PDF, Seite 26

Artikelbild: © Tony Campbell / Shutterstock

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