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Katze zittert

Was muss der Besitzer tun?

Sie sind meist ausgeglichen und entspannt. Eine Katze bringt nichts so schnell aus der Ruhe. Umso größer ist die Panik des Besitzers, wenn das Tier plötzlich zitternd vor ihm steht. Zittern bei Katzen kann unterschiedliche Ursachen haben. Manche sind eher ungefährlich, normal und kurzzeitig, andere Varianten können aber auch auf ernste Ursachen hinweisen. Daher sollte Zittern bei Katzen genau beobachtet werden.

Mögliche Ursachen und Gründe wenn die Katze zittert

Es gibt viele Gründe, die eine Katze erzittern lassen können. Darunter befinden sich unter anderem:

  • Fieber
  • Aufregung
  • Angst und Nervosität
  • Vitaminmangel
  • Nervenkrankheiten
  • Krämpfe
  • Epilepsie

Katzen zittern nicht vor Kälte, wie es Menschen tun. Sie flüchten sich ins Warme, wenn sie frieren. Daher ist Kälte oft als Ursache für Zittern auszuschließen. Vielmehr ist es der Gemütszustand oder eine Krankheit, die dazu führt. Eher unbedenklich ist Zittern aufgrund von Aufregung. Dies kann im Eifer des Jagdfiebers bei jungen Tieren auftreten – die Spielerunde ist einfach zu erregend, der zitternde Kater hier eher normal. Aber auch der bevorstehende Tierarztbesuch kann so aufregend sein, dass die Katze zittert. Wenn die Transportbox noch ein fremdes Terrain ist oder der Weg zum Tierarzt keine Gewohnheit, kann die Katze mit Zittern reagieren. Auch Nervosität ist ein Grund dafür. Oft überträgt sich die Unruhe des Besitzers auf das Tier. Aber auch Wetterstimmungen können dazu führen. Gewitter bringen ungewohnte und laute Geräusche mit, die so manchen Stubentiger erzittern lassen kann. Die Reaktion ist beispielsweise an Silvester nicht selten. Angst kann auch ein Grund sein. Doch öfter legen ängstliche Katzen die Ohren an und fauchen. In vielen Fällen bereiten sie sich schon auf die Verteidigung vor. Starr liegen ist ebenfalls ein Ausdruck von Angst.

Das Zittern kann auch ernsthaftere Ursachen haben, die nicht kurzfristig vorbeiziehen. Fieber kann ein Grund für Zittern sein. Die erhöhte Temperatur geht meist mit weiteren Symptomen einher und sollte gut beobachtet werden. So mancher Katzenbesitzer hat auch ein Zittern seines Tieres im eigentlich entspannten Zustand beobachtet. Hier sollte auf Vitamin B-Mangel überprüft werden. Ein Parasitenbefall kann ebenfalls Ursache für Zittern sein. Katzen verarbeiten im Traum – so kann es auch im Schlaf zu zittrigen Zuständen kommen – die zuckende Pfote ist nicht selten. Andere Krankheiten lassen auch die Körpertemperatur sinken, Störungen des Nervensystems können Zittern ebenfalls auslösen. Schmerzen sind auch ein Grund für das Zittern. Als Ursache sind zudem Krämpfe möglich, die mit Durchfall und Bauchweh einhergehen. Hier kann falsche Futter Ursache sein – aber auch Vergiftungen sind denkbar. Die Krankheit Epilepsie kann ebenfalls durch Zittern angezeigt werden. In diesen ernsteren Fällen ist es immer ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen und die Ursachen abzuklären.

Tritt das Zittern auf, sollte ein Video davon gemacht werden. Das kann der Besitzer dem Tierarzt zeigen und beschreibt die Umstände des Zitterns besser, als es Worte können. So bekommt der Fachmann den besten Eindruck.

Nervöse und ängstliche Katzen beruhigen

Wenn das Zittern auf Nervosität und Unruhe zurückzuführen ist, geht es meist nach einiger Zeit vorbei. Der Katzenhalter kann hier aber auch unterstützend einwirken, indem er das Tier beruhigt. Wichtig ist, selbst ruhig zu bleiben. Denn nervöse Stimmungen übertragen sich auch gern von Mensch auf Tier. Katzen sind sensibel und sehr feinfühlig. Beginnt sie zu zittern, kann sie auf den Schoß genommen werden. Streicheleinheiten und eine ruhige Stimme beruhigen die Katze oft schnell. Tritt Angst und Unruhe aufgrund der Transportbox auf, sollte diese in den Alltag integriert werden. Stellen Sie die Box im Zimmer geöffnet auf. Eine Decke macht es im Inneren gemütlich. Die Katze muss jedoch nicht in die Box gehen. Durch das Aufstellen kann sie jedoch die Angst vor dem ungewohnten Ungetüm verlieren. Ist die Katze so nervös, dass sie sogar die Flucht ergreift, sollte sie nicht eingefangen werden. Ruhige Worte und Gesten können das Tier beruhigen, aber aus dem Versteck sollte es besser selbst herauskommen.

Rescue-Tropfen und Bachblüten als Hilfe

Es gibt auch Mittel, die bei Zittern Linderung schaffen. Homöopathische Produkte eignen sich hier sehr gut. Mancher Katzenhalter schwört auf Bachblüten. Diese sind als Tropfen erhältlich und beruhigen auch das Tier. Sie wirken sich direkt auf die Gefühle aus, können Trauer, Angst, und Nervosität lindern. Im Notfall können sogenannte Rescue-Tropfen hilfreich sein. Diese werden in Schocksituationen eingesetzt. Die Tropfen setzten sich aus fünf verschiedenen Blüten zusammen: Clematis, Cherry Plum, Impatiens, Star of Betlehem und Rock Rose. Die Tropfen werden ins Wasser geträufelt oder direkt auf die Zunge gegeben werden. Vorbeugend vor einem stressigen Vorhaben wie Umzug oder Operation können auch Globuli eingesetzt werden.

Wenn Bachblüten zu häufig verwendet werden, können sie jedoch ihre Wirkung verlieren. Im Notfall kann es wichtig sein, dass die Mischung wirkt. Daher sollte der Besitzer den Einsatz genau überlegen.

Bei ernsthaftem Hintergrund zum Tierarzt

Besteht der Verdacht, dass das Zittern auf eines der ernsthafteren Ursachen zurückzuführen ist, sollte der Besitzer wachsam sein. Treten weitere Symptome auf? Hilft Beruhigung? Wie lange dauert das Zittern an? Auch sollte überprüft werden, ob die Katze möglicherweise schädliche Stoffe gefressen hat. Eine Vergiftung ist dann nicht auszuschließen. Hält das Zittern unkontrolliert an – gerade wenn es sich über Wochen und langer Zeit zeigen sollte – ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen. Dann helfen erste Maßnahmen zu Hause meist nicht mehr.

Zusammenfassung

Katzen zittern nicht vor Kälte. Daher sollte der Besitzer bei Auftreten immer wachsam sein. Ist das Zittern kurzfristig, kann es auf Unruhe, Angst, Schock und Nervosität zurückzuführen sein. Hier helfen oft beruhigende Maßnahmen und das Zittern hört auf. Aber auch ersthafte Erkrankungen können dahinter stecken. Störungen des Nervensystems, Verdauungsstörungen und Epilepsie sind möglich. Bei länger andauerndem Zittern sollte daher ein Tierarzt aufgesucht werden.

Artikelbild: © Renata Apanaviciene / Shutterstock

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