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Katze hechelt

Ist es Abkühlung oder eine ernsthafte Erkrankung?

Die Zunge aus dem Maul hängend, der Atem geräuschvoll und schnell: Vom Hunde ist der Besitzer dieses Hecheln gewohnt. Aber so mancher Katzenhalter ist verwundert, wenn seine Katze dies auch tut. Ist das normal? Ja und nein. Katzen hecheln selten und es gehört nicht zu den natürlichen Verhaltensweisen des Tiers. Dennoch ist nicht gleich Alarm zu schlagen, das Tier sollte jedoch genau beobachtet werden. Es gibt verschiedene Ursachen, warum das geliebte Tier hechelt.

Verschiedene Ursachen für das Hecheln

Katzen hecheln deutlich seltener, als dass Hunde es tun. Das schockiert den Besitzer beim ersten Mal meist, da Katzen Nasenatmer sind. Doch nicht immer steckt ein gesundheitliches Problem dahinter. Der Halter sollte wissen, dass Katzen nur wenige Möglichkeiten haben, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Schweißdrüsen besitzen Katzen lediglich an Sohlen und Zehenballen, Lippen und Kinnwinkel sowie in der Umgebung der Zitzen und am After. Aber auch eine Katze kann sich überhitzen, sowohl durch Anstrengung als auch aufgrund der äußeren Umgebung. Gelingt es ihr nicht, die Temperatur über diese Schweißdrüsen zu kompensieren, so wird sie hecheln. Die typischen Ursachen dafür sind:

  • Überanstrengung
  • Stress
  • Hitze

In den meisten Fällen muss sich der Besitzer keine großen Sorgen machen, wenn das Hecheln nach einigen Minuten wieder abklingt. Aber ein Alarmzeichen ist es allemal, das Tier sollte sofort genau beobachtet werden. Denn unter Umständen kann Hecheln auch auf eine Krankheit wie Übergewicht oder Herzerkrankungen oder akute Atemnot hinweisen.

Die Katze atmet in der Regel durch die Nase. Rund 20 bis 25 Atemzüge sind normal pro Minute. Eine schnelle Atmung kann bis zu 60 Atemzüge bedeuten. Die Maulatmung ist äußerst selten.

Zu große Anstrengung für die Katze

In vielen Fällen hechelt die Katze, wenn sie zu viel getobt hat. Dieses Phänomen kommt oft bei kleinen, jungen und verspielten Katzen vor. Aber auch im Alter kann das Spielen den Kater überanstrengen. Sie übernehmen sich im Kampf mit den Spielkameraden und geraten so einfach schnell aus der Puste. Dann hechelt das Tier, um sich von der Anstrengung zu erholen. Meist klingt dies einige Minuten später wieder ab. Sollte dies öfters auftreten, empfiehlt es sich, das Hecheln mit dem Handy zu filmen. Beim nächsten Tierarztbesuch kann dann das Video gezeigt werden. Ein Rat wird folgen.

Zu viel Stress für die Katze

Auch Katzen vertragen nicht immer Stress. Egal ob es der große Schreck ist, ein Kampf mit einem Revierrivalen oder die Fahrt in der Transportbox – in manchen Stressrektionen reagieren die Katzen aufgeregt. Dann kann es ebenfalls zum Hecheln kommen. In diesem Fall hilft nur beruhigen. Wichtig ist, dass die Menschen selbst ruhig bleiben und nicht in Panik ausbrechen. Verzichten Sie auf hektische Bewegungen und laute Geräusche – der Gesundheit zuliebe. Auch ein wenig Wasser sollte dem geliebten Kater hingestellt werden. Wenn es nicht möglich ist, die Stresssituation zu vermeiden (zum Beispiel der Weg zum Tierarzt), helfen auch einige Hilfsmittel. Rescue-Tropfen nutzen viele Tierbesitzer, um erste Hilfe zu leisten. Aber auch eine Mischung aus Bachblüten kann die Katze beruhigen.

Zu viel Hitze für die Katze

Eine häufige Ursache für das Hecheln bei der Katze ist Hitze. Gerade im Sommer kann es dem lieben Tier zu warm werden. Das kann nach Spielen an einem Sommertag auftreten oder wenn sie zu lange in der Mittagssonne gelegen hatte. Wenn die Katze dann hechelt, braucht sie Abkühlung. Der Besitzer kann hier helfen. Geben Sie dem Tier etwas kühles Wasser zu trinken. Auch das Fell kann ein wenig damit benetzt werden. Zudem helfen kühle Fliesenfußböden zur Abkühlung. Ein dunkler, kühler Ort unterstützt ebenso. Ist dieser nicht vorhanden, kann ein Handtuch nass gemacht und auf den Boden gelegt werden. Ein Bedecken mit dem Handtuch lassen nur die wenigsten Tiere zu. Auch Kühlakkus aus dem Kühlschrank können – rund um das Tier aufgebaut – gute Dienste leisten. In vielen Fällen sollte das Hecheln nach wenigen Minuten abklingen.

Stoppt das Hecheln nicht, werden Katzen meist apathisch. Oft liegen sie beim Hecheln in Bauchlage. Doch wenn die Katze in der Seitenlage hechelt, sollte sie direkt zum Tierarzt gebracht werden.

Zum Tierarzt bei nur geringer Anstrengung

In den meisten Fällen ist das auftretende Hecheln kein Grund, um die Katze panisch zum Tierarzt zu bringen. Denn oft beruhigt sich das Tier in kurzer Zeit wieder. Aber ein Alarmzeichen sollte Hecheln immer sein. Denn dahinter können unter Umständen auch ernste Erkrankungen stecken. Hechelt die Katze häufiger? Führen schon nur geringe Anstrengungen zum Hecheln? Dann sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Mögliche Ursachen sind hier Herzkrankheiten. Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) kann dahinter stecken. Das ist eine vererbbare Herzkrankheit, die vor allem bei Rassenkatzen vorkommt und oft erst spät erkannt wird. Dabei verdickt sich der Herzmuskel und der Blutfluss in Herz wird behindert. Aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion kann Ursache für Hecheln bei geringen Anstrengungen sein. Dann benehmen sich Katzen häufig, als sei ihnen zu warm. Bei Bauchfellentzündungen hechelt die Katze ebenso manchmal. Diese Ursachen kann nur der Fachmann erkennen.

Der Unterschied: schwere Atemnot

Schnell reagieren sollte der Tierbesitzer, wenn das Hecheln zur akuten Atemnot wird. Wenn sich die Atmung des Tieres auf die bis zu 60 Züge pro Minute verschnellert und nicht nach einigen Minuten wieder beruhigt, liegt in vielen Fällen Atemnot vor. Der Besitzer erkennt das durch die Beobachtung des Brustkorbs. Ist das Heben und Senken angestrengt und von Hecheln begleitet, sollte schnell eingegriffen werden. Ursache für Atemnot sind Fremdkörper oder beispielsweise Insektenstiche im Rachenraum, diese sollte gekühlt werden. Geben Sie der Katze Eis zu lecken oder einen Eisbeutel auf den Hals. Aber auch Schockzustände und Herzerkrankungen führen dazu. In jedem Fall sollte der Weg zum Tierarzt führen. Für den Besitzer gilt auch: Ruhe bewahren. Auch der Transport sollte ruhig gestaltet werden. Denn Aufregung verschlimmert jegliche Atemnot.

Zusammenfassung

Hechelt die Katze wie es eher Hunde zu tun pflegen, sollte der Besitzer wachsam sein. In vielen Fällen sind Ursachen verantwortlich, die bei richtiger Reaktion keine ernsten Folgen haben. Bei Überanstrengung durch Spielen beruhigt sich die Katze oft selbst, bei Stress sollte der Besitzer zur Beruhigung beitragen. Ist Hitze der Auslöser, muss der Katze bei der Abkühlung geholfen werden. Nur wenn das Hecheln häufig auftritt oder nicht schnell aufhört, muss der Tierarzt gerufen werden.

Artikelbild: © Irina Kozorog / Shutterstock

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