Katzen-beschäftigen

Katzen beschäftigen

Wer glaubt, er müsste seine Katze nicht beschäftigen, weil sie den ganzen Tag schläft, der irrt gewaltig. Ja richtig, eine Katze schläft sehr gerne und viel, aber wenn sie munter ist, dann will sie beschäftigt und gefördert werden. Eine Katze reagiert schnell darauf, wenn der Halter sich ihr widmet und ihr die ganze Aufmerksamkeit schenkt. Wer sich mit seinem Tier ausreichend beschäftigt, der festigt das Verhältnis zu ihm.

Wie kann eine Katze beschäftigt werden, wenn der Besitzer nicht zu Hause ist?

Als Faustregel gilt, jede Katze will beschäftigt werden, egal ob es sich um einen Freigänger oder eine Wohnungskatze handelt, egal ob das Tier vergesellschaftet wurde oder alleine in einem Haushalt lebt. Klarerweise, muss das Tier alleine gelassen werden, wenn die Halter ihrer Arbeit nachgehen, aber umso wichtiger ist es dann, sie während der Abwesenheit ausreichend zu beschäftigen.

Wenn eine Katze immer sich selbst überlassen ist und ihr kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird, kann es dazu führen, dass das Tier depressiv wird oder gar aggressiv reagiert. Darum sollte ihr ausgeprägter Spieletrieb immer wieder aufs Neue animiert werden.

Dazu folgende Tipps:

Aufregende Jagdspiele

Entscheidend ist, dass das Spiel die Jagd imitiert. Wer seine Katze ausreichend beschäftigen möchte, der weckt kurzerhand ihren Jagdtrieb, den jedes Tier hat. In jeder Samtpfote schlummert die Lust zu jagen und ein geeignetes Beutespiel hilft dabei den Jagdinstinkt gekonnt auszuleben. Ein Angelspiel eignet sich hervorragend für ein derartiges Vorhaben.
Was wird für dieses Spiel benötigt:
Eine Wanne, aus Plastik, die mit Wasser befüllt wird.
In diese Wanne kommen dann noch diverse Spielsachen, die darin schwimmen sollen und als Beute für das Tier dienen. Der Angelspaß kann beginnen.

Das Spiel mit den Geräuschen

Die Katze reagiert auch gut auf diverse Geräusche. Auch diese wecken ihre Sinne.
Was wird für dieses Spiel benötigt:
Eine Dose, die mit kleinen Kieselsteinen gefüllt wird. Wenn die Dose auf dem Boden rollt, dann machen die Steinchen ein Geräusch. Die Dose bewegt sich, das gefällt der Katze schon einmal, auch von der Geräuschkulisse wird sie angetan sein. Wenn nicht, kann die Dose noch mit etwas Katzenminze eingesprüht werden. Somit ist ein Spielzeug erschaffen, das wirklich alle Sinne des Tieres weckt.

Beim passenden Spielzeug für die Katze muss immer darauf geachtet werden, dass es nicht mundgerecht für das Tier ist, sondern dass es immer größer ist, damit die Katze das Spielzeug nicht verschlucken kann.

Das legendäre Versteckspiel

Katzen lieben es, wenn sie sich verstecken können und irgendwo einen neuen (noch unbekannten) Unterschlupf finden.
Was wird für dieses Spiel benötigt:
Ein alter Karton, der nicht mehr benötigt wird. In diesem wird ein Loch geschnitten. Ein zweites dazu darf nicht fehlen, denn Katzen sind von Natur aus Fluchttiere und sollten daher den Karton von zwei Seiten begehen können. Sind die 2 Löcher fertig ausgeschnitten, wird der Karton dann befüllt. Am besten mit Utensilien, die rascheln. Zerknülltes Papier eignet sich dafür sehr gut. Wichtig ist es, dass keine Plastiktüten für das Spiel verwendet werden, denn daran könnte das Tier ersticken.

Der Kratzbaum, neu aufgepeppt

Wer eine Katze als Haustier hält, hat auch den bekannten Kratzbaum irgendwo in der Wohnung aufgestellt. Aber irgendwann verliert eine jede Katze das Interesse an „ihrem Klettergestell“. Nicht aber, wenn der Kratzbaum von Zeit zu Zeit mit ein paar Überraschungseffekten aufgepeppt wird. Bälle für die Katze, die sonst nur verstreut in der Wohnung herumliegen, erfreuen das Tier auf dem Kratzbaum wieder. Auch diverse Angelspielzeuge darf die Samtpfote auf ihrem Baum wiederfinden.

Mit Decken können tolle Verstecke für das Tier gebaut werden. Wird am Kratzbaum die Decke neu angebracht, so ist die Neugierde des Tieres sofort geweckt. Eine Decke auf „ihrem Klettergestell“ kennt sie unter Umständen noch nicht und muss deshalb umgehend nach dem Rechten schauen. Wichtig ist, dass der Halter den Kratzbaum gelegentlich verändert, so hat die Katze immer wieder etwas Neues zu entdecken und der Kratzbaum gestaltet sich nie langweilig für das Tier.

Das sehr beliebte Futterspiel

Futterspiele sind bei Hunden bereits weit verbreitet, aber auch Katzen lieben diese Art der Spiele sehr.
Was wird für dieses Spiel benötigt:
Ein Eierkarton, der mit diversen Leckerlis gefüllt wird. Auch Papprohren können für dieses Spiel verwendet werden, sie werden mit Leckerlis gefüllt und oben und unten geknickt. So ist der Stubentiger gefordert an seine Leckerlis zu kommen, was natürlich Zeit in Anspruch nimmt. Wichtige Zeit, indem das Tier beschäftigt ist. Auch der legendäre Wäschekorb eignet sich dafür, um Leckerlis zu verstecken, wichtig ist nur, dass das Gitter des Wäschekorbs nicht zu eng ist, damit die Pfote der Katze durchpasst. Der Wäschekorb wird also umgedreht und darunter werden verschiedene Leckerlis versteckt, damit die Katze sie mit der Pfote herausfischen kann.

Katzen sind keine Einzelgänger

Aber auch ein spannendes Spiel kann den Menschen nicht ersetzen, deshalb ist es wichtig, dass das Tier nicht länger als 6 bis 8 Stunden allein zu Hause gelassen wird. Denn mit dem Vorurteil: Katzen sind Einzelgänger, muss aufgeräumt werden. Katzen sind keine Einzelgänger, sie sind nur „Einzeljäger“. Eine Katze verlässt sein Rudel nur, wenn sie zur Jagd geht oder krank ist und vom Rudel ausgeschlossen wird, ansonsten ist sie in Gesellschaft von ihren Artgenossen immer gut aufgenommen. Da Freigänger draußen auf andere Katzen treffen, gelten für sie meist andere Regeln als für Wohnungskatzen. Eine Freigänger-Katze sucht sich ihre sozialen Kontakte in der freien Natur, diese Möglichkeit hat die Wohnungskatze nicht, aus diesem Grund ist sie auch sehr auf den Menschen als Bezugsperson fixiert. Für Wohnungskatzen reicht der Mensch alleine oft nicht aus, auch wenn sich der Halter intensiv mit seinem Tier beschäftigt, gerät dieser oft an seine Grenzen. Da die Wohnungskatze den Kontakt zu Artgenossen sucht und braucht.

Katzen sind in der Regel sehr aktive Tiere, die gerne herumstreunen und etwas Neues entdecken. Werden diese Möglichkeiten der Samtpfote nicht geboten, kann es durchaus vorkommen, dass sie psychisch erkrankt. Wenn das Tier nicht ausreichend beschäftigt wird ohne mit anderen Katzen zusammenlebt, fängt es mit der Zeit an zu resignieren. Ein eindeutiges Zeichen dafür, die Katze sitzt stundenlang am selben Fleck mit einem starren Blick auf einen Punkt. Wenn die Katze bereits psychisch erkrankt ist, ist es schwer, sie von diesem Leiden zu befreien.

Zerstörtes Mobiliar, keine Seltenheit

Wenn die Katze nicht genügend beschäftigt wird, kann es unter Umständen vorkommen, dass sie das Mobiliar zerstört oder die Füße ihrer Besitzer als Beute ansieht und diese anfällt. Das sind eindeutige Zeichen dafür, dass sie nicht ausgelastet ist und ihr die Spielkameraden fehlen.

Zusammenfassung

Freigänger Katzen ringen nicht so sehr um die Zuneigung ihrer Halter, als Wohnungskatzen, denn sie suchen sich ihre sozialen Kontakte selbst in der freien Natur. Diese Möglichkeit hat die Wohnungskatze nicht, deshalb ist es für sie sehr wichtig, dass sie mit anderen Artgenossen vergesellschaftet wird, um sich wohlzufühlen. Auch ausreichende Beschäftigung muss dem Tier zuteil werden. Es gibt viele unterschiedliche Spiele, die das Katzenleben interessanter machen. Angefangen vom Beutelspiel bis hin zum Versteckspiel. Beim Futterspiel kann keine Katze widerstehen und gegen einen aufgepeppten Kratzbaum hat auch keine Katze etwas einzuwenden.

Artikelbild: © anita_bonita / Bigstock.com

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