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Katze entwurmen

Gründe, Wirkung und Nebenwirkungen

So mancher Katzenbesitzer fürchtet sich vor ihnen: Würmer. Diese Parasiten befallen vor allem Freigänger und können ernste Folgeerkrankungen auslösen. Doch die Entwurmung der Katze ist einfach und kann in vielen Fällen ohne Expertenhilfe durchgeführt werden. Wie oft die Wurmkur notwendig ist und welche Nebenwirkungen auftreten können, verraten die kommenden Zeilen.

Wann und warum sollte man eine Katze entwurmen?

Die Katzen sind nicht vor Würmern gefeit. Gerade Freigänger sind gefährdet, sich die Parasiten einzufangen. Bandwürmer, Spülwürmer und Hakenwürmer sind nur einige von ihnen. Ist dies einmal geschehen, können sich die Parasiten verbreiten und schwere Krankheiten auslösen. Verdauungsbeschwerden und Verstopfungen, Mangelversorgung, Blutverlust, Apathie, Leistungseinbußen bis hin zu glanzlosem Fell sind möglich. Vor allem Jungtiere sind gefährdet. Wird nichts gegen die Würmer unternommen, wird die Entwurmung immer schwieriger. Daher sind regelmäßige Wurmkuren ratsam und auch der Kot sollte in gewissen Abständen beim Tierarzt durchgeführt werden. Die Wurmkur wirkt etwa für 24 Stunden. Sie kann vorbeugend eingesetzt werden.

Aber bereits nach zwei Tagen kann sich die Katze erneut mit dem Parasiten infizieren. Daher sollte die Maßnahme in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Die Wurmkur sollte spätestens durchgeführt werden, wenn der Katzenhalter den Verdacht auf einen Wurmbefall und Flöhe hat. Aber auch vorbeugend ist eine Behandlung ratsam. Katzenwelpen beispielsweise werden im Alter von vier und acht Wochen bereits entwurmt. Der optimale Zeitpunkt liegt zwei Wochen vor einer bevorstehenden Impfung. Denn dann kann sich der vollständige Impfschutz ausbreiten.

Verschiedene Wurmkuren – welche ist die richtige?

Ist eine Wurmkur bei der Katze notwendig, kann der Besitzer auf verschiedene Mittel zurückgreifen. Als Wurmkur stehen zur Verfügung:

  • Tabletten
  • Spot-on-Präparate
  • Pasten und Gele
  • Spritzen

Die einfachste Methode und damit auch die günstige sind die Tabletten. Diese werden einfach zerkleinert ins Futter gemischt. Doch so manche Katzen riechen den Braten und weigern sich, Futter zu fressen, das mit Medikamenten versehen ist. Dann sollten die anderen Optionen gewählt werden. Mit sogenannten Spot-on-Präparaten wählt der Katzenhalter die teuerste Option. Dahinter verstecken sich Produkte, die in den meisten Fällen auf das Fell getropft werden – vorzugsweise in den Nacken. Von hier aus gelangen sie in die Haut, dann in die Blutbahn und verteilen sich in dem ganzen Körper. Einige Produkte schützen auch gegen Zecken. So manche Katze mag diese Verabreichung nicht und versucht, die Flüssigkeit abzulecken. Wählt der Besitzer Katzen und Gele, dann muss er diese mit spritzenähnlichen Produkten in das Maul der Katze abgeben. Auch das kann dem Tier nicht immer gefallen. Die Spritzform verabreicht der Tierarzt und ist auch nicht besonders beliebt bei den Tieren.

Wer die Pasten und Gele wählt, kann sie alternativ auch auf das Fell der Katze auftragen. Hier wird sie es im Zuge der Fellpflege einfach mit ablecken.

Die richtige Durchführung: Wie häufig braucht es eine Wurmkur?

Eine Wurmkur sollte nicht einfach so durchgeführt werden. Wichtig ist es, den Tierarzt um Rat zu bitten. Die Art der Verabreichung und auch die Dosierung sollten mit dem Fachmann abgesprochen werden. Letztere hängt vor allem von Gewicht und Alter des Tieres. Eine Überdosierung kann Zittern, Probleme in der Bewegung und Pupillenerweiterung auslösen. Ernsthaftere Folgen sind selten, aber auch möglich. Auch die Häufigkeit der Wurmkur sollte mit dem Tierarzt abgesprochen werden. In den meisten Fällen werden Katzen quartalsweise entwurmt. Doch der Besitzer sollte die Lebensumstände in die Entscheidung einbeziehen. Freigänger sind deutlich mehr gefährdet, da sie unterschiedliche Stoffe in der Außenwelt fressen. Hier sollte nicht weniger häufig entwurmt werden. Wohnungskatzen hingegen fangen sich Würmer nicht ganz so schnell ein. Hier reicht eine Entwurmung alle sechs Monate. Leben mehrere Tiere im Haushalt kann auch eine monatliche Vorbeugung ratsam sein. Denn die Verbreitungsgefahr untereinander ist groß.

Die meisten Experten richten sich nach den offiziellen Empfehlungen des ESCAPP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites). Hier wird unter anderem auch ein Entwurmungstest angeboten, mit dem der Katzenhalter die Häufigkeit schnell und leicht herausfinden kann.

Die negative Seite: Nebenwirkungen

Die Wurmkur tötet den Parasiten in der Katze ab. So mancher Tierbesitzer fragt sich dabei, ob die Präparate nicht auch Nebenwirkungen haben. Und das durchaus berechtigt. Denn auch das Entwurmen geht nicht vollständig spurlos an der Katze vorbei. Generell ist zu sagen, dass meist nur leichte Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Durchfall
  • Juckreiz
  • Haarausfall

Die Nebenwirkungen hängen von der Art der Produkte ab. Magen-Darm-Beschwerden treten eher bei Tabletten und Pasten auf. Der Juckreiz kann von Spot-on-Produkten ausgelöst werden. Treten diese auf, sollte die Art der Wurmkur verändert werden. Doch weitere ernsthafte Nebenwirkungen sind bei richtiger Dosierung und Handhabung nicht zu erwarten. Denn die Produkte sind darauf abgestimmt, die Würme abzutöten, jedoch nicht den Organismus der Katze anzugreifen.

Müssen auch trächtige Katzen Wurmkuren bekommen?

Sollte der Verdacht bestehen, dass die Katze trächtig ist, sollte keine Wurmkur mehr durchgeführt werden. Es gibt keine zugelassenen Präparate, die eine Entwurmung bei trächtigen Tieren ermöglichen. Die möglichen Nebenwirkungen auf die Jungen sind größer als der erzielende Effekt. Daher sollte bei schwangeren Katzen keine vorbeugende Maßnahme vorgenommen werden. Die erste Behandlung kann gleichzeitig mit den Jungen vier Wochen nach der Geburt erfolgen. Besteht der Verdacht eines Wurmbefalls in der Schwangerschaft? Dann sollte der Katzenhalter den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann abwägen, welche Therapie nun notwendig ist.

Zusammenfassung

Katzen können unter Würmern leiden, die sich ziemlich schnell im Organismus verbreiten. Bleibt dieser Wurmbefall unbehandelt, können weitere Krankheiten auftreten. Die Beseitigung der Würmer wird ebenso schwieriger, ist der Befall fortgeschritten. Daher ist es für Katzenbesitzer ratsam, regelmäßig eine Wurmkur vorzunehmen. Diese kann mit verschiedenen Präparaten erfolgen: Tablette, Spot-On-Präparate, Pasten und Spritzen. In der Regel ist eine Wurmkur alle drei Monate für Freigänger und alle sechs Monate für Wohnungskatzen ratsam.

Artikelbild: © De Jongh Photography / Shutterstock

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