Katzenvermittlung

Katzenvermittlung

Vielen Katzen finden in den hiesigen Tierheimen und Tierschutzorganisationen des Landes ihr Zuhause. Die Katzen kommen in der Regel ganz unschuldig ins Tierheim und müssen dort ihr Dasein fristen, ob es ihnen gefällt oder nicht. Sie werden wegen Mangel an Zeit, wegen Umzugsplänen oder wegen Familienzuwachs weggeben. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig, in seltenen Fällen liegt eine Katzenhaarallergie vor.

In den deutschen Tierheimen und Tierschutzorganisationen sind tausende Katzen untergebracht, die nur darauf warten, einen neuen Besitzer zu finden. Die Katzenvermittlung boomt, dabei stehen bei Jungtieren die Chancen besser ein neues Zuhause zu finden, als bei älteren Tieren.

Eine Katzenvermittlung aufsuchen und dem Tier ein neues Zuhause geben

Gerade der Wunsch vieler Kinder ist es, eine Samtpfote zu Hause zu haben, die sich schnurrend um die Beine schlecht. Eins steht außer Zweifel: Tiere tun den Kindern und auch den Erwachsenen gut.

Dass es zu einer positiven Katzenvermittlung kommt, muss im Vorfeld sichergestellt sein, dass alle Familienmitglieder mit dem tierischen Familienzuwachs einverstanden sind. Denn die Katze ist kein Spielzeug!

Wer eine Katzenvermittlung aufsucht, der sollte sich vorab folgende Fragen stellen:

  • Kann genügend Zeit für den Stubentiger aufgebracht werden?
  • Will der Besitzer Verantwortung für die Katze übernehmen (die durchschnittliche Lebenserwartung bei Katzen liegt bei 14 Jahren)?
  • Herrschen optimale Wohnverhältnisse für das Tier?
  • Wer kümmert sich vorrangig um das Tier(eine einzelne Person oder eine ganze Familie)?
  • Wo wird die Katze untergebracht, wenn der Urlaub ansteht?

Nur wer sich im Vorfeld ausreichend Gedanken über die Aufnahme der Katze macht, kann der Katze in Folge auch ein schönes Leben und eine artgereiche Haltung bieten.

Was muss beachtet werden, wenn eine Katze adoptiert wird?

Das Tier kostet Geld. Jahr für Jahr fallen Kosten an, für das Futter, die Einstreu, den Tierarzt.

Werden alle Kosten auf das Jahr hochgerechnet, muss der Besitzer mit etwa 350 Euro rechnen.

Wer ein elegant eingerichtetes Zuhause hat, der muss beachten, dass Katzen Krallen besitzen, die sie auf diversen Teppichen und Polstermöbel benutzen. Auch dann, wenn ein Kratzbaum aufgestellt ist.

Zudem verlieren Katzen ihre Haare und das gleich 2x im Jahr, wenn der Fellwechsel im Frühling und im Herbst bevorsteht. Darum macht es Sinn, für die Katze eine Decke aufzulegen, welche für sie bestimmt ist. Aber in der Regel nehmen die Stubentiger die ganze Wohnung in Beschlag und lassen sich schwer an einen bestimmten Platz verbannen.

Katzen brauchen Zeit und Zuwendung. Es ist ihr Wunsch, dass sich der Besitzer ihnen zuwendet und ihnen die ganze Aufmerksamkeit schenkt, sie streichelt und liebkost.
Wer eine Katzenvermittlung aufsucht und ein Tier aufnimmt, der übernimmt eine große Verantwortung. Nicht nur für die nächste Zeit, sondern für ein ganzes Katzenleben.
Wer noch nie eine Katze als Haustier gehalten hat, sollte sich vorab gründlich darüber informieren. Es gibt zahlreiche Fachbücher, die einem das Tier und seine Haltungsbedingungen näher vorstellen.

Das Tier sollte nicht als Spielzeug für die Kinder gesehen werden. Denn es ist ein Lebewesen mit Gefühlen, das seine Rechte über kurz oder lang einfordert.

Wie läuft eine Katzenvermittlung ab?

Wer sich genau mit dem Thema Katzenzuwachs beschäftigt hat, tatsächlich eine Katze aufnehmen möchte, der sucht ein Tierheim oder eine Tierschutzorganisation auf.

Es macht Sinn für den Besuch genügend Zeit zu investieren. Ein ausführliches Vergabegespräch dauert mindestens 15 bis 20 Minuten. Da ist die Zeit gar nicht mitgerechnet, in der die Katze ausgesucht wird.

Folgende Fragen müssen beantworten werden:

Darf die Katze raus oder soll sie eine Wohnungskatze bleiben?
Wird schon eine weitere Katze zu Hause gehalten?
Wie viele Familienmitglieder sind dem Haushalt zugehörig?
Haben sich alle Familienmitglieder für das Tier ausgesprochen?

Dann darf die Katze in ihrer Umgebung bewundert werden.

Es ist wichtig, sich kein zu konkretes Bild von der Katze auszumalen und keine strikte Vorstellung vom Aussehen der Katze zu haben. Denn meistens gehen die Besucher mit einer anderen Katze von der Vermittlung nach Hause, als sie erwartet hätten.

Wurde die passende Katze ausgesucht, gibt das Personal des Tierheimes noch Informationen über artgerechte Haltung und richtige Fütterung.

Wann finden Katzenvermittlungen statt?

Katzenvermittlungen sind das ganze Jahr über möglich. Nur kurz vor Weihnachten wird die Vermittlung reduziert, damit das Tier nicht als unüberlegtes Weihnachtsgeschenk überreicht wird. Das wollen Tierheime und Tierschutzorganisationen klar vermeiden.

Voraussetzungen für die Katzenvermittlung

Die wichtigste Voraussetzung ist, der neue Besitzer des Tieres will die Verantwortung für 10 bis 15 Jahre übernehmen. Es ist wichtig, das der neue Besitzer gewillt ist, ein Katzenleben lang für das Tier da zu sein und es zu umsorgen.

Die richtige Katzenhaltung

Wird die Katze als Freigänger gehalten, ist es für sie kein Problem, wenn sie allein gehalten wird. Die Katze sucht sich ihre Kontakte draußen. Anders sieht es bei Wohnungskatzen aus. Katzen sind soziale Wesen, niemals Einzelgänger und der Mensch allein reicht dem Tier meist nicht aus, um sich wohl zu fühlen. Wer in einer Wohnung lebt, sollte sich für 2 Katzen entscheiden, eine alleine wird auf Dauer nicht glücklich und zufrieden sein.

Die Katzenvermittlung und die Schutzgebühr

Für jede Katze muss an das Tierheim oder die Tierschutzorganisation eine Schutzgebühr bezahlt werden.

  • Junge Katzen kosten ca. 55 Euro.
  • Sterilisierte Katzen kosten ca. 85 Euro.

Alle Katzen sind 2 x geimpft, 2 x entwurmt und tragen einen Chip.
Wem diese Schutzgebühr relativ hoch vorkommt, der muss bedenken, dass eine Sterilisation bei einem Kater bereits zwischen 70 und 100 Euro kostet. Die Kosten, die dem Tierheim oder der Tierschutzorganisation entstehen, müssen auch zum größten Teil gedeckt werden, deshalb die Schutzgebühr.

Zusammenfassung

Wer einer Katze ein neues Zuhause schenken möchte, der sollte sich das im Vorfeld gut überlegen, bevor das Vorhaben in die Tat umgesetzt wird. Schließlich ist eine Katze kein Spielzeug. Es ist ein Lebewesen, das Zuneigung und Nähe benötigt, sowie eine artgerechte Haltung. Für den Besuch in der Tiervermittlung sollte eine Transportbox mitgebracht werden, in der die Katze dann nach Hause befördert wird und natürlich genügend Zeit. Die Auswahl der Katze will gut überlegt sein, zudem dauert das Vergabegespräch mindestens 15 bis 20 Minuten. Denn auf die richtige Katzenhaltung kommt es an. Bei einer positiven Katzenvermittlung wird anschließend noch eine minimale Schutzgebühr für das Tier verrechnet.

Artikelbild: © Lilun / Bigstock.com

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